Wasser – Wasser – Wasser – und dann noch ein Brand

03:05 Uhr, mein Pager holt mich unsanft aus dem Schlaf. Auch das Natel beginnt zu läuten. Die Goldach hat Hochwasser, die 100 m3 Marke ist bei der automatischen Messstation überschritten. So quäle ich mich aus dem Bett und mache mich auf ins Depot. Dann begebe ich mich zur ersten heiklen Stelle bei SAK und Pfadiheim. Die Goldach kommt wirklich rasant und erschreckend hoch daher:

Goldach beim Pfadiheim, es hat keinen halbem Meter mehr Luft, allerdings scheinen keine Bäume unterwegs zu sein.

Die Goldach an der Seestrasse – doch es hat Bäume!

Nun geht wieder einmal eine Nacht es Überwachens an diversen Stellen los. Die Wasserkurve der Messstation wird dann so aussehen:

 

Quelle: https://www.hydrodaten.admin.ch/de/2308.html

Bei Tageslicht geht wieder ein Alarm ein: Der Hafen ist mit Schwemmholz gefüllt:

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Mit den Verantwortlichen der Gemeinde werden Hilfskräfte aufgeboten. Von Rorschach werden wir durch den Seestützpunkt mit dem Boot und der SLRG mit einem Boot unterstützt:

Weltuntergangsstimmung im Hafen während draussen der Segelwettbewerb „Quer“ stattfindet.

Doch das ist natürlich noch lange nicht alles: Über den Tag gehen diverse Meldungen von vollgelaufenen Kellern ein. Das Dreamteam Robin und Rolf meistern diese Einsätze mit Bravour!

Ausfahrt zum x-ten Einsatz

Welcher Landwirt im Einzugsbereich der Goldach vermisst ein Zwillingsrad? Dieses kann bei der Feuerwehr Goldach gegen einen Obulus in die Kaffeekasse abgeholt werden.

Trophäe aus dem Wasser

Die Lage scheint sich gegen Abend zu entspannen. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Unsere Kameradinnen und Kameraden im St. Galler Rheintal werden noch länger ihre Fälle abarbeiten müssen.

3. September, 00:59 Uhr: Der Pager geht wieder los: Brand in einem Anbau eines Mehrfamilienhauses. Bei der Ankunft am Schadenplatz kann durch den Einsatzleiter erleichtert festgestellt werden, dass der Brand dank dem schnellen Handeln eines Anwohners mit einem Pulverlöscher eingedämmt und niemand verletzt ist und alle Personen in Sicherheit sind. Wir können mit den Nachlöscharbeiten beginnen.

Allerdings hat die ganze Geschichte einen Haken. Für das Schwimmbecken befinden sich in diesem Anbau Chemikalien zur Reinigung und Wasseraufbereitung. Nun hält sich ein beissender und reizender Gestank darin. Die Polizistin des Kriminaltechnischen Dienstes lässt sich dadurch aber nicht abhalten, leiht sich flugs ein Atemschutzgerät von uns und verrichtet ihre Arbeit.

Nach dem Aufräumen kommt noch der Papierkram im Depot. Um ca. 4 Uhr falle ich todmüde ins Bett um nach 3 Stunden Schlafzeit schon wieder geweckt zu werden. Die Untereggerstrasse ist voll mit Steinen und die AthletInnen des Triathlon dürfen nicht gefährdet werden. Also geht es wieder los:

Abgespühlte Steine

Ein Wochenende, welches es in sich hatte, geht nun zu Ende. Die Aufräumarbeiten werden auch bei uns noch einige Tage andauern. (BK)

 

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