Carunfall mit 16 Verletzen

Am 18. März stand wieder eine Strassenrettungsübung auf dem Programm. Dank der tollen Vorbereitung, welche durch Roman Tschanz seit über einem Jahr schon lief, konnten wir unserer Strassenrettungscrew und dem Sanitätszug einen Übungsleckerbissen bieten. Im Areal der Firma Zingg konnten wir einen ausrangierten und zum Partybus umgebauten Car für unsere Übung brauchen.

Rekognoszierung durch den Einsatzleiter

Übungsannahme: Der Bus ist mit Partygästen unterwegs und der Chauffeur verliert die Beherrschung über das Fahrzeug. Diese kippt und bleibt halbseitlich auf grossen Steinen liegen. Die 16 Personen im Bus sind teilweise schwer verletzt und müssen durch die Feuerwehr Goldach gerettet werden.

Bergung einer Patientin mit Rückenverletzung durch ein eingedrücktes Fenster

Einsatzleiter Patrick Baumann rekognoszierte die Unfallstelle, entschied sich dann, zuerst das Fahrzeug zu stabilisieren und dann die Patienten zu bergen und dem Sanitätszug zu übergeben. Nach der Stabilisierung konnte der Einsatzleiter der Sanität über Leitern in den verunglückten Bus vorrücken und drin eine erste Triage machen. Danach wurden die Patienten von der Feuerwehr geborgen und dem Sanitätszug gebracht, welcher diese im Zelt bis zum Abtransport zwischenlagern und betreuen musste. Alle 16 Patienten waren nach einer halben Stunde geborgen und bei der Sanität registriert.

Patientenaufnahme
Patienten werden zum Zelt gebracht

Einsatztaktisch konnten wir wieder viel lernen. Zuerst zeigte Roman Filmauschnitte von den Weberrescuedays, um unsere AdF auf die Problematik vorzubereiten. Dann kam der Einsatz mit den Herausforderungen Dunkelheit, Regen, einem Bus in Schräglage mit Zugangstüren, welche nicht einfach betreten werden konnten und dem hohen Patientenaufkommen. Teilweise konnten die Patienten über ein herausgefallenes Fenster geborgen werden. Das Podest war wieder ein sehr wichtiges Hilfsmittel, um über die hintere Türe die Patienten zu bergen.

Befreien einer eingeklemmten Person
Patientenbergung über die hintere Türe in luftiger Höhe

Erkenntnisse:

Nie die eigene Sicherheit vergessen: verunglücktes Fahrzeug zuerst sichern und stabilisieren.

Glasmanagement ist ganz wichtig: Scheiben nicht einfach einschlagen, sondern entweder sachgemäss herausnehmen und sonst mit der Säge aufschneiden. Darauf achten, dass niemand wegen den Scherben zu Schaden kommt!

Die Triage der Patienten wenn möglich dem Rettungsdienst überlassen ausser es muss eine Crashbergung wegen Brand oder anderen Bedrohungen durchgeführt werden.

Ein grosses Dankeschön gilt Roman, der viele Stunden für diese Übung geopfert hat. Ein weiterer Dank geht an Dani Studer, welcher uns geholfen hat, den Bus zur Firma Zingg zu schleppen. Erich Zingg und seinen MitarbeiterInnen ebenfalls ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung unserer Übung. Wir durften in der Halle gerade am Platz üben, wo der Bus nun zur Entsorgung zerlegt wird. (BK)


Anfahrt des Cars
Staplerballet zum Umkippen des Cars
Sicherungsstütze

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