Strassenrettungsübung vom 30. Oktober

Etwas spät kommt noch ein Beitrag zu der von Roman Tschanz organisierten Strassenrettungsübung. Ziel dieser Übung war, kompliziertere Situationen erfolgreich zu meistern.

Zwei verschiedene Unfallsituationen sind vorbereitet, für die dritte reicht die Zeit nicht mehr

In der ersten Situation links ist ein Auto auf ein anderes aufgefahren. Der Fahrer im roten Auto ist Paraplegiker, wäre unverletzt aber kann nicht alleine aussteigen. Der Fahrer des unteren Autos ist verletzt und eingeklemmt. Die zweite Situation stelle ein auf dem Dach liegendes Auto dar. Die dritte Situation, das Auto würde noch auf die Seite gelegt werden, können wir aus Zeitgründen nicht mehr durchführen.

Das aufgefahrene Auto muss zuerst mit dem unteren Fahrzeug zu einem stabilen Paket zusammengezurrt werden

Probleme: das obere Fahrzeug ist nicht stabil, es könnte abrutschen. Ausserdem läuft noch eine Flüssigkeit aus. Der Fahrer des unteren Fahrzeugs muss geborgen werden, allerdings wird das Auto beim Schneiden instabil und damit könnte das obere Fahrzeug nach unten drücken. Der Fahrer des roten Autos ist Paraplegiker. Er kann obwohl unverletzt nicht alleine aussteigen.

Lösung: oberes Fahrzeug mit Stützen sichern. das untere Fahrzeug unterbauen. Beide Fahrzeuge miteinander verbinden und verzurren. Flüssigkeit ist „nur“ Kühlwasser. Zuerst verletzten Fahrer des unteren Fahrzeugs über zurückgeklapptes Dach befreien, dann Paraplegiker über hintere Türe herausnehmen.

Das Dach wird hochgeklappt, um den eingeklemmten Fahrer nach hinten befreien zu können

Der Patient ist ein Rollstuhlfahrer, welcher nicht selber aussteigen kann

Situation 2:

Das ist jemand arg eingeklemmt

Das Fahrzeug liegt auf dem Dach. Die Person ist zwischen Dach und Sitzen eingeklemmt.

Zum Glück nur eine Puppe, welche ihre Hand raushält

Fahrzeug sichern, dann etwas anheben und aufbocken, Türen und B-Säule entfernen, der Patient kann seitlich herausgeholt werden. Wäre er noch fester eingeklemmt, so müsste das Krokodilverfahren angewendet und das Dach vom Autoboden mit einem Hydraulikzylinder abgedrückt werden.

Es war wieder eine tolle lehrreicht Übung. Unsere vielen neuen Mitglieder der Strassenrettungsgruppe haben sich toll eingefügt. Ein grosses Dankeschön an Roman für die Vorbereitung! (BK)

Schlussübung zusammen mit Horn und Steinach

Gestern fand die zweite Schlussübung zusammen mit Steinach und Horn statt. Angenommen wurde ein Lastwagenbrand, welcher beim Beladen mit den Futterpellets bei den Silos ein Inferno ausgelöst hatte. Vom Lastwagen hatte das Feuer sofort auf die alte Halle daneben übergegriffen. Fünf Personen waren zu retten.

Rechts vom Silo ist der Lastwagen zu erkennen, welcher übungshalber brannte. Von diesem Griff das Feuer rechts über die Siloanlage auf das Gebäude über

Mit diesem Szenario konnten die Übungsleiter Pascal Vetsch, Mario Hagmann und Bernhard Krempl eine Übung bereitstellen, welche realistischerweise auch ein Grossaufgebot an Einsatzkräften erforderte. Die Übung startete mit der bereits vor Ort anwesenden Feuerwehr Horn und einer bereits ausgelösten Alarmstufenerhöhung, welche Steinach und Goldach alarmiert hatte.

Aufbau der Druckleitung aus dem Steinacher Wassernetz

Wasser marsch!

Das Ereignis wurde in Abschnitte aufgeteilt. So baute Steinach aus dem angrenzenden Steinach eine Wasserleitung aus dem abgegrenzten Leitungsnetz zu den TLFs, Goldach erstellte eine Leitung ab der fest installierten Saugleitung, welche direkt vom See unter dem Uferbereich und unter der Strasse vorhanden ist. Mittels Motorspritze konnte das Wasser angesogen und zum Schadenplatz transportiert werden.

Ansaugstelle des Seewassers

Nach der Übung ging es ins Goldacher Depot. Dort war Dank vielen Helfern bereits ein feines Nachtessen in der Fahrzeughalle vorbereitet. Unkompliziert nahmen wir auf den Festbänken Platz und genossen den Abend.

Das Feuerwehrdepot als Festhalle

Der traditionelle Kurzbericht über das vergangene Feuerwehrjahr, die Beförderungen und Ehrungen des Horner Kommandanten Willi Frischknecht wurden mit dem Megaphon verkündet. Aus meiner Sicht war es ein sehr gelungener Abend. (BK)

Feuerwehrwettkampf 2017

Am Samstag den 09. September 2017 fand in Domat Ems auf dem Areal der EMS Chemie der alljährliche Feuerwehrwettkampf statt. Der Anlass, welcher von der Betriebsfeuerwehr der EMS Chemie organisiert und betreut wird lockt jedes Jahr Feuerwehren aus der ganzen Schweiz nach Graubünden. In spannenden Übungsszenarien werden die Feuerwehrleute und Fahrzeuge auf die Probe gestellt.


Der Feuerwehrwettkampf ist ein sehr tolles Erlebnis für jeden Feuerwehrmann. Teilnehmer haben die Möglichkeit unter sehr realen Bedingungen in gut angelegten Übungsszenarien ihr Können zu schulen und zu trainieren, wobei auch der Austausch von Taktiken und Praktiken mit andern Wehren im Vordergrund stehen.
Die Feuerwehr Goldach nahm dieses Jahr zum zweiten Mal mit einem Team unter der Leitung von Leutnant Patrick Baumann teil. Das Team wurde ergänzt durch Korporal Felix Schwager, den Maschinisten Daniel Studer, Martin Rupp, Adrian Mebolt und Rafael Windler. Gemeinsam stellten sie sich den Herausforderungen. Von der Bewältigung eines Verkehrsunfalls mit brennenden Fahrzeugfracks über entflammte Fernseher, bis hin zur Personenrettung aus grosser Höhe musste das Goldacher Team gelerntes und trainiertes abrufen und stetig Problemstellungen lösen sowie auf unvorhergesehene Veränderungen der Einsatzlage reagieren.


Die Bilanz des Tages ist sehr zufriedenstellend, denn die Teilnehmer der Feuerwehr Goldach hatten nicht nur einen spannenden spassigen Tag, sie festigten auch die Kameradschaft und konnten sich im Vergleich zum Vorjahr massiv verbessern. Die Goldacher platzierten sich auf dem 5. Rang was eine Verbesserung von sieben Plätzen im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Das Team der Feuerwehr Goldach schloss den Wettkampf somit als beste St. Galler Mannschaft vor der Milizfeuerwehr St. Gallen Ost und der Feuerwehr Pizol ab.


Zum Schluss einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer der Feuerwehr Goldach die sich bereiterklärten ihre Gemeinde würdig zu vertreten und auch an Rolf Hitz und Robin Müller, welche als Fans die Goldacher unterstützen. Wir hoffen im nächsten Jahr wieder eine Mannschaft stellen zu können um dem Anlass beizuwohnen. (Raffael Windler)

Wasser – Wasser – Wasser – und dann noch ein Brand

03:05 Uhr, mein Pager holt mich unsanft aus dem Schlaf. Auch das Natel beginnt zu läuten. Die Goldach hat Hochwasser, die 100 m3 Marke ist bei der automatischen Messstation überschritten. So quäle ich mich aus dem Bett und mache mich auf ins Depot. Dann begebe ich mich zur ersten heiklen Stelle bei SAK und Pfadiheim. Die Goldach kommt wirklich rasant und erschreckend hoch daher:

Goldach beim Pfadiheim, es hat keinen halbem Meter mehr Luft, allerdings scheinen keine Bäume unterwegs zu sein.

Die Goldach an der Seestrasse – doch es hat Bäume!

Nun geht wieder einmal eine Nacht es Überwachens an diversen Stellen los. Die Wasserkurve der Messstation wird dann so aussehen:

 

Quelle: https://www.hydrodaten.admin.ch/de/2308.html

Bei Tageslicht geht wieder ein Alarm ein: Der Hafen ist mit Schwemmholz gefüllt:

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Mit den Verantwortlichen der Gemeinde werden Hilfskräfte aufgeboten. Von Rorschach werden wir durch den Seestützpunkt mit dem Boot und der SLRG mit einem Boot unterstützt:

Weltuntergangsstimmung im Hafen während draussen der Segelwettbewerb „Quer“ stattfindet.

Doch das ist natürlich noch lange nicht alles: Über den Tag gehen diverse Meldungen von vollgelaufenen Kellern ein. Das Dreamteam Robin und Rolf meistern diese Einsätze mit Bravour!

Ausfahrt zum x-ten Einsatz

Welcher Landwirt im Einzugsbereich der Goldach vermisst ein Zwillingsrad? Dieses kann bei der Feuerwehr Goldach gegen einen Obulus in die Kaffeekasse abgeholt werden.

Trophäe aus dem Wasser

Die Lage scheint sich gegen Abend zu entspannen. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Unsere Kameradinnen und Kameraden im St. Galler Rheintal werden noch länger ihre Fälle abarbeiten müssen.

3. September, 00:59 Uhr: Der Pager geht wieder los: Brand in einem Anbau eines Mehrfamilienhauses. Bei der Ankunft am Schadenplatz kann durch den Einsatzleiter erleichtert festgestellt werden, dass der Brand dank dem schnellen Handeln eines Anwohners mit einem Pulverlöscher eingedämmt und niemand verletzt ist und alle Personen in Sicherheit sind. Wir können mit den Nachlöscharbeiten beginnen.

Allerdings hat die ganze Geschichte einen Haken. Für das Schwimmbecken befinden sich in diesem Anbau Chemikalien zur Reinigung und Wasseraufbereitung. Nun hält sich ein beissender und reizender Gestank darin. Die Polizistin des Kriminaltechnischen Dienstes lässt sich dadurch aber nicht abhalten, leiht sich flugs ein Atemschutzgerät von uns und verrichtet ihre Arbeit.

Nach dem Aufräumen kommt noch der Papierkram im Depot. Um ca. 4 Uhr falle ich todmüde ins Bett um nach 3 Stunden Schlafzeit schon wieder geweckt zu werden. Die Untereggerstrasse ist voll mit Steinen und die AthletInnen des Triathlon dürfen nicht gefährdet werden. Also geht es wieder los:

Abgespühlte Steine

Ein Wochenende, welches es in sich hatte, geht nun zu Ende. Die Aufräumarbeiten werden auch bei uns noch einige Tage andauern. (BK)

 

Maschinistenübung Horn, Steinach und Goldach

An der letzten Maschinistenübung ging es darum, Wasser von der Rorschacherstrasse in Steinach zur Steinerburg zu bringen. Bei der Steinerburg befindet sich ein abgelegener Bauernhof, welcher keinen Hydrant vor dem Haus hat. Somit müsste Wasser bei einem Einsatz dorthin transportiert. In der Übungsanlage wurde nicht der nächste Hydrant benützt, weil dieser nur knapp 2 bar Druck bringt. So entstand eine Strecke mit einer Länge von 1,2 km und einer Höhendifferenz von rund 80 m.

Wasserbezug an der Rorschacherstrasse in Obersteinach, 1. Druckverstärkung mit MS Steinach

TLF Goldach als zweite Druckverstärkung, 560 m Schlauch kommen vom Goldacher Schlauchausleger

Auf dem Weg zum nächsten TLF

TLF Horn als dritte Pumpstation

Neugierige Zaungäste fast oben beim Ziel

TLF Steinach, ab Löschmonitor konnten 2400 lt/min Wasser mit 5 bar abgegeben werden

Ein künstlich herbeigeführter Schlauchplatzer brachte die Maschnisten etwas zum Schwitzen, war doch plötzlich auch oben kein Wasser mehr vorhanden. Lehre aus dieser Übung: haushälterisch mit den vorhandenen Vorräten umgehen, unterwegs Schieber einbauen und bei Schlauwechsel so lange wie möglich mit dem defekten Schlauch arbeiten, den neuen vorbereiten und dann blitzschnell austauschen um Unterbrüche so kurz wie möglich zu halten. Alle Maschinisten müssen miteinander kommunizieren können und sich so gegenseitig informieren.

Danke dem Vorbeitungsteam für die tolle lehrreiche Übung (BK)

Atemschutzübung mit Horn und Steinach in der Anlage Hofen in Wittenbach

Gestern fand wieder die gemeinsame Atemschutzübung statt. An 5 verschiedenen Posten konnten wir unsere Techniken im Bereich Löschen, Atemschutz, Absuchen usw. verfeinern.

Im Brandhaus

Feuer von aussen

Trupp im Angriff

Türöffnung Garagenbrand

Nachmittagsgruppe, alle sind noch frisch an diesem heissen Tag

Herzlichen Dank an die Vorbereitungscrew! (BK)

Atemschutzübung im Vitaparcours

Gestern Abend fand die Atemschutzübung des 2. Einsatzelementes im Vitaparcours statt. Wie schon bei der Übung des 1. Einsatzelementes herrschten hochsommerliche Temperaturen. Doch sind wir ehrlich, ein Feuer ist nicht kälter!Absolviert wurde der ganze Parcours, allerdings waren nicht alle Übungen möglich und es wurde auch nicht gerannt. Ziel der Übung war, den Kreislauf unter Atemschutz zu belasten und für eventuelle Einsätze fit und vorbereitet zu sein.

Unten die Übungsteilnehmer und ihr Kommandant mit den Atemschutzgeräten. (BK)

Delegation am Beach-Soccer-Turnier in Horn

Unsere Mannschaft nahm gestern am Beach-Soccer-Turnier in Horn teil. Dank der TLF-Einweihung gab es eine Kategorie Feuerwehr, in welcher unsere Vertreter mit der Ledermedaille abschlossen. Herzliche Gratulation! (BK)

TLF Einweihung der Nachbarfeuerwehr Horn

Eingebettet in das Programm des Beach-Soccer-Turniers in Horn konnten gestern unsere Nachbarn ihr neues TLF einweihen. Das neue Fahrzeug ist auf einem MAN TGM 18.340 Chassis aufgebaut und entstammt der Rosenbauer AT Serie.

Bei prächtigstem Wetter durften wir an der Einweihung teilnehmen. Nach ausführlicher Besichtigung und einem feinen Zmittag präsentierten uns die Horner Kameraden einen Löschangriff auf ein brennendes Auto.

Die Firma Rosenbauer hatte noch zusätzlich eine ADL mitgebracht von welcher man einen tollen Überlick über das ganze Festgelände und die Gemeinde Horn geniessen konnte.

Wir wünschen unseren Nachbarn mit dem neuen Fahrzeug unfallfreie Einsätze und alles Gute. (BK)

Besuch aus Kirchberg

Am letzten Donnerstag besuchten uns die Zweit- und Drittklässler von Jeanette Eilinger aus Kirchberg. Nach einer Wanderung von Untereggen zum Kellenspielplatz und einem Grillzmittag konnten sie Schüler und Schülerinnen ausgiebig das Depot anschauen und auch selber Hand anlegen, z.B. beim Spritzen mit dem Schnellangriff. (BK)